März 2013


Ein Abend mit Dr.Wilhelm Bruners - März 2013 von Brigitte GoßmannEs war nicht anders zu erwarten: Dr. Bruners konnte wieder einmal die Teilnehmer bei seinem Vortrag mit Kritik, Humor und der Darlegung von Zusammenhängen biblischer Texte und der psychologischen Entwicklungsgeschichte, der Menschheitsgeschichte, fesseln.
Das Thema: „Hätte Kain die Psalmen gekannt“ eröffnete den Zuhörern neue Einblicke und Erkenntnisse in das Geschehen des Brudermordes.
Die Geschichte von Kain (Wortb: der vom Herrn erworbene) und Abel (Wortb: der Wind) ist vielen vielleicht als blutiger Racheakt, eines „nicht beachteten Mannes/Bruders“ bekannt. Wie in jeder Familie kam es zur Bevorzugung eines Kindes. In Familien kann durch die unterschiedliche Beziehung von Mutter und Vater zu ihren verschiedenen Kindern eine unvermeidliche Ungleichbehandlung spürbar werden.
Gott blickte auf Abel und übersah das Engagement von Kain. Zitat Bruners: „Gott verhält sich in diesem Fall unmöglich“. Mit dieser ungewöhnlichen Aussage zu Gottes Verhalten baute Dr. Bruners seinen Vortrag über verschiedene Stationen biblischer Berichte auf.
Doch warum bevorzugt Gott Abel? Eine zentrale Frage, die Abel schließlich das Leben kostete und Kain Gott nicht in die Augen sehen ließ. Erst nach dem Mord fängt Kain an, mit Gott zu sprechen. Hätte es diesen Dialog vorher gegeben, wäre es nicht zum Brudermord gekommen. Hätten die Brüder ein gemeinsames Opfer dargebracht, hätte Gott sich nicht entscheiden müssen. Dann wäre es nicht zum Blutvergießen gekommen. Es gibt interessanter Weise an keinem Punkt der Bibel einen Befehl Gottes, der uns Menschen den Auftrag gibt, „Ältäre“ zu bauen oder „Opfer“ zu bringen.
Dr. Bruners setzte die beiden Brüder gleich mit den Religionen der Welt. Welches Opfer ist besser? Welche Religion ist besser?
Aussagen wie: im Paradies gab es keine Religionen, Gott steht über den Religionen, wir befinden uns noch im Kinderzimmer der Religionen., Religion ist das Geschäft der Menschen, jedes Leben mündet in Gott, klangen eventuell befremdlich, doch sie führten die Teilnehmer in eine nachdenkliche Stimmung.
Jakob, der uns aus dem Alten Testament bekannt ist, kämpft mit Gott. Er traut sich, gegen Gott seine Stimme zu erheben. Er ringt um den Segen Gottes. Am Ende geht er zwar angeschlagen aus dem Gespräch, doch mit Gottes Segen.
Hätte Kain die Psalmen gekannt, dann hätte er gelernt, mit Gott ins Gespräch zu kommen. Kain hätte nicht versuchen müssen, seine ganze Wut, die sich im Grunde gegen Gott richtete, nicht in einer mörderischen Ersatzhandlung abbauen müssen.
Die tiefenpsychologische Darlegung von Dr. Bruners wurde gleichsam zur Einladung, Wut, Frust Unzufriedenheit, erlittenes Leid, Fragen und Zweifel nicht gegen unsere Mitmenschen zu richten (oder gegen uns selber), sondern vor Gott „schreiend“ zu tragen, mit Gott in den Dialog zu treten und uns mit Ihm auseinander zu setzen.
Der Vortrag endete mit den Worten: Der Mensch ist ein lernendes Wesen, Gott auch.
Mit kräftigem Applaus der KKV- Mitglieder und Gäste und mit der Bitte, uns auch im nächsten Jahr wieder als Referent zu besuchen bedankte sich der 1. Vorsitzende Thomas Neef bei Dr. Bruners für seine interessante Auslegung und Darlegung der biblischen Berichte.
Hinweis: Dr. Bruners wird in der Karwoche jeden Morgen im Radio zu hören sein. Auf WDR 4 um 7.50 Uhr oder, für die Langschläfer auf WDR 5 um 8.55Uhr.

Einladung zur KKV-Veranstaltung am Dienstag, dem 12.3.2013, um 20.00 Uhr
Gesellschaft Erholung, Bahnhofstraße 36


Liebe KKVerinnen und liebe KKVer, verehrte Gäste,"Hätte Kain die Psalmen gekannt...!"
Bevorzugung führt immer in einen Konflikt. Auch wenn er unter Geschwistern geschieht - etwa in Erbschaftsauseinandersetzungen. Wenn Gott Abels Opfer ansieht und Kains Opfer nicht, schafft er ein Problem, das tödlich endet.

Hätte Kain schon die Psalmen gekannt, dann hätte er eine Sprachhilfe für seinen Zorn auf Gott gehabt. Vielleicht wäre der Konflikt nicht so dramatisch ausgegangen.
Wir werden an diesem Abend darüber nachdenken, dass uns die Bibel Hilfen anbietet - etwa in den Psalmen -, um unsere Gottes-Fragen und Enttäuschungen zu formulieren. Im Gegensatz zu unseren Vorfahren sehen wir darin nicht mangelnden Glauben, sondern ein Ernstnehmen Gottes.

Dies und sicher mehr werden wir in unserer Veranstaltung

Am 12. März 2012 um 20.00 Uhr

von unserem Referenten Dr. Wilhelm Bruners erfahren.

Einladung zur KKV-Veranstaltung am Dienstag, dem 26.3.2013, um 20.00 Uhr
Grabeskirche St. Joseph

Liebe KKVerinnen und liebe KKVer, verehrte Gäste,

Am 1. Juni vorigen Jahres wurde die Grabeskirche St.Joseph von Weihbischof Reger eingesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Einige vertraute religiöse Kunstwerke wurde erhalten und in die Grabeskirche integriert, so auch der Kreuzweg.
In der Karwoche wollen wir zum Auftakt der Kar- und Ostertage den Kreuzweg beten. Die Vorbereitung und Durchführung dieser Andacht hat der pastorale Leiter der Grabeskirche, Herr Pastoralreferent Alfing übernommen.

Aus unserem Vereinsleben

Als neues Mitglied begrüßen wir Frau Ursula Simons. Herzlich willkommen!

Vor einigen Wochen verstarb unser Mitglied Hildegard Klöppels. Wir gedenken ihrer in der Hl. Messe am Samstag, dem 16.3.2012 um 17.00 Uhr in St. Peter in Viersen.
Mit freundlichem Gruß und Kreuzschiff voraus

Thomas Neef 1. Vorsitzender


Der KKV vergibt erneut den Ehrenpreis: Der Ehrbare Kaufmann 2013Sozialverband belohnt bürgerschaftliches Engagement, unternehmerischen Mut, faire Führung und auch die Familienfreundlichkeit im Unternehmen

„Sicher gibt es auch in der Region Viersen Unternehmen, die sich diesen Idealen verpflichtet fühlen", formuliert Thomas Neef, 1. Vorsitzender der Ortsgemeinschaft Viersen, die Einladung an alle Unternehmen in unserer Region, sich um den Ehrenpreis zu bewerben.
Bereits zum dritten Mal vergibt der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) den Preis für den „Ehrbaren Kaufmann“. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise ein starkes Zeichen für einen verantwortlichen und ethisch guten Umgang von Unternehmen mit Mitarbeitern und Kunden sowie der Gesellschaft als Ganzes.
„Mit der Auszeichnung von Frauen und Männern, die diese Ideale in der Wirtschaft vorleben, bekennen wir uns als KKV klar zur Sozialen Marktwirtschaft“, so der 2. Vorsitzende des KKV Viersen Lothar Beeck.
Der Leitspruch des KKV "Ehrlich im Handel, christlich im Wandel" sei aktueller denn je.
Ein Unternehmen müsse zwar Gewinne erzielen und auch wachsen; aber nicht über alle Maßen, nicht einseitig nur zu seinem eigenen Nutzen und nicht auf Kosten seiner Mitarbeiter, Kunden oder der Gesellschaft. Vor allem müsse es vom verdienten Geld auch etwas an das Gemeinwesen zurückgeben, so der KKV.

Wichtige Kriterien sind dem katholischen Sozialverband für die Preisvergabe das bürgerschaftliche Engagement, der unternehmerische Mut, eine faire Führung und besonders auch die Familienfreundlichkeit des ausgezeichneten Unternehmens. 2011 wurde der Preis an Prof. Claus Hipp vom gleichnamigen Unternehmen vergeben. Der Ehrenpreis 2013 soll anlässlich des 87. KKV-Bundesverbandstages am 10. Mai im festlichen Rahmen in den Räumen des Freiburger Rathauses überreicht werden.
Mit dem Ehrenpreis erinnert der KKV an eine alte Kernkompetenz des Verbandes: Das Ideal des "Ehrbaren Kaufmanns". "Während der Begriff heute wieder eine gesellschaftspolitische Renaissance erlebt, hat der KKV als einstmals kaufmännischer Verband diese Idee seit 1877 hoch gehalten und auch dann dazu gestanden, als es nicht unbedingt angesagt war. In Zeiten schneller Gewinne bodenständig, nachhaltig und sozial zu sein", betonte der KKV-Bundesvorsitzende.
Vorschläge nimmt die Bundesgeschäftsstelle des KKV, Bismarckstr. 61, 45128 Essen, bis zum 14. März entgegen. Ein Bewerbungsformular steht im Internet unter www.kkv-bund.de (Presse) bereit.
Bei Interesse an einer Teilnahme oder Fragen finden Sie die Kontaktdaten des KKV – Vorstandes- Viersen auf der Homepage unter www.kkv-viersen.de
(für den KKV-Viersen, Brigitte Goßmann))