Rückblick U-60-Stammtisch

Neun Priester wurden 1990 von Bischof Klaus Hemmerle in Aachen geweiht. Davon sind aktuell noch fünf im Dienst. Einen davon, der nicht mehr im amtskirchlichen Dienst arbeiten darf, aber dennoch mit Freude und Engagement im Dienst des Glaubens an den Nächsten steht, der die Frohe Botschaft sehr wohl mit Inbrunst verkündet und nicht die Institution Kirche völlig in Frage stellt, hatten wir mitten unter uns als Referenten zum Thema „Fehlt uns was, wenn die Priester fehlen?“

Schnell galt „Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind…“ und so hatten wir einen sehr lebendigen Stammtisch. Hanno Jartwig, zweifacher Vater, stolperte in die Liebe zu einer Frau, stolperte in eine Vaterschaft, stolperte in eine Beziehungskrise mit Partnerin und Amtskirche als Arbeitgeber, stolperte also über den Zölibat und fand sodann eine neue Partnerschaft, eine Ehefrau und wurde auch ein zweites Mal Vater. Er bekannte sich zu seinem Stolpern – gefallen ist er nicht! Sein Glaube verlieh ihm Kraft, Kraft sich frühzeitig zu seinem Stolpern zu bekennen, Kraft, neuen Mut zu fassen und sein Leben neu zu gestalten, ohne den Glauben als Mittelpunkt zu verlieren. Hanno Jartwig hadert nicht. Er arbeitet mit Freude als Religionslehrer.

Wer sein Leben geordnet hat, muss keiner Frage ausweichen. Herr Jartwig konnte unseren allgemeinen Wissensdurst zu Priestertum, Liebe und Vaterschaft stillen. Letztlich war dieser auch gar nicht so groß. „Was fehlt uns, wenn die Priester fehlen“ regte zu zahlreichen Wortmeldungen an. Dem Einen fehlt die Wandlung, dem Anderen die Predigt. Hierarchie wurde durchaus als sinnvoll erachtet, stellt sie doch auch die Bindeglieder zu anderen Gemeinden und zu einem einheitlichen Glauben. Ein gesundes Gemeindeleben kann viel auffangen, wenn Priester fehlen. Allen war klar, dass die gut mit Repräsentanten besetzte Amtskirche ein Auslaufmodell ist, doch hat die Lebendigkeit des Gemeindelebens nicht zwingend etwas mit besetzten Amtskirchenstühlen zu tun. Gemeinde lebt nicht zuletzt von der Basis. Es wurde beklagt, dass den Jüngeren oft der Raum für die Entfaltung des eigenen Engagements genommen wird, dass die Lebendigkeit des Glaubens leidet.

Wäre es ohne Zölibat besser mit Priestern bestellt? Herr Jartwig meinte, dass es nicht zwingend besser mit den Priestern, aber auf jeden Fall besser um die Priester bestellt wäre. Er stellte in den Raum, dass Priester heute 60 % ihrer Energie für die Bewältigung des Zölibats aufwenden müssten, die sie bei freier Wahl des Familienstandes vermehrt für Seelsorge und andere priesterliche Dienste einsetzen könnten. Man könnte sagen: Der Zölibat ist Energieverschwendung.

57 Jahre alt, einer von Neun, einer von Vieren, einer der im Alter von rund 40 Jahren in der Fülle seiner Kraft, gestolpert ist, ist abgebogen, doch er kann mit Freude und Zuversicht wieder aufrecht gehen. Dafür ist er seinem Bistum durchaus auch ein wenig dankbar. Ein interessanter Abend, der noch manches Gedankenspiel initiieren dürfte.

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Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Fehlt uns was, wenn die Priester fehlen?

So haben wir das Thema für unseren Stammtisch

am Montag, dem 11. Februar 2019, im Schattodrom bei Helmut

mal genannt. Christliche Botschaft, christliches Handeln sind nicht am Kirchenraum gebunden. Zur Verkündigung der Frohen Botschaft ist jeder Christ berufen. Priester werden immer weniger geweiht, immer mehr erkranken – auch in jüngeren Jahren – oder sterben. Es werden weniger, das wissen alle, und dann gibt es noch die, in deren Gefühlswelt sich viele glauben gedanklich auskennen zu können: Die Priester, die am Zölibat scheitern, sich zu ihrem Scheitern bekennen, weil sie ihre Glaubhaftigkeit nicht verlieren wollen und dann erst einmal ausgemustert werden.

Hanno Jartwig verspürte den Ruf Priester zu werden. Er folgte diesem Ruf. Vier Jahre war er in unserem Bistum als Priester, als Seelsorger aktiv. Er wurde Vater, musste sein Amt aufgeben, weil er sich zu seinem Kind auf jeden Fall bekennen wollte, und wurde Lehrer. Erst katholischer Priester und dann „offizielle“ Kinder, das geht seit Jahrhunderten schon nicht mehr – offiziell. Erst Kinder, dann Priester ist da schon einfacher, wenn man evangelisch anfängt. Die Freude über einen Konvertiten verdrängt den Zölibat, auch offiziell. Da wird Logik schwierig und Glaubwürdigkeit im Glauben dünn.

Hanno Jartwig ist 57 Jahre alt, verheiratet, hat 2 Kinder und unterrichtet Religion an der Viersener Gesamtschule. Er hadert nicht mit seinem Lebenslauf. Er hat sich die positive Sicht auf seinen katholischen Glauben bewahrt. Er berichtet gerne, wie Gott in ihm wirkt, wie er christliche Botschaft mit Freude verkündet und er beantwortet unsere Fragen. Da tun sich ganz schnell ganz viele auf, wenn man „so einen“ Ex-Priester zu Gast hat. So war unser kleines Vorgespräch schon fast länger als der offizielle Teil unserer Stammtische.

Hanno Jartwig schaut ohne Häme zurück, aber noch lieber nach vorne. Fragen wir ihn, was wir schon immer wissen wollten oder ob es stimmt, was wir zu wissen glauben. Schauen wir aber vor allem nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Dann sind wir mitten in unserem Thema (s.o.).

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Fehlende Anerkennung ist gerade bei jüngeren Straftätern Anlass, erste Straftaten zu begehen. Im Milieu ähnelt eine weitere Straftat einer Beförderung. Ohne eine entsprechende Vorbereitung auf die Freiheit ist die Rückfallquote von Strafgefangenen extrem hoch. Vor knapp 50 Jahren lag sie bei ca. 80 %.

Unser Referent beim Dezemberstammtisch trug uns diese Erkenntnisse vor, die er aus seiner eigenen Straffälligkeit in jüngsten Jahren und seinem späteren, fünf Jahrzehnte währenden ehrenamtlichen wie hauptberuflichen Wirken im Bereich der Gefangenenhilfe gemacht hatte.

Dank der Förderung eines ehrenamtlichen Helfers und dank des Vertrauens des seinerzeitigen Pfarrers an St. Joseph, Viersen, Gregor Stepkes, kehrte er nach Verbüßung seiner auch aus seiner Sicht berechtigten Strafe bald wieder freiwillig in das Gefängnis in Anrath zurück – als freier Mann. In ihm war die Erkenntnis gereift, dass die alte Form des Strafvollzugs mit dem Ziel, Defizite bei Straftätern auszumerzen, weitgehend wirkungslos blieb. Sein Ansatz, dass jeder Mensch Ressourcen hat, die erkannt und gefördert werden sollten, damit es zu Anerkennung kommt, die jeder braucht, konnte er in den 1970-er Jahren mit hohem Erfolg in Anrath umsetzen. Dieser Ansatz führte dann zu einer Veränderung des gesamten Strafvollzuges in Nordrhein-Westfalen und später sogar in der Bundesrepublik und zu einer spürbaren Verminderung der Rückfallquote. Der Förderkreis Strafgefangenenhilfe hatte nach einiger Zeit in Viersen rund 120 Mitglieder. Ehrenamtliche besuchten ausgewählte Gefangene, schafften im Gefängnis neue Angebote mit dem Ziel, mit Gefangenen unbefangen ins Gespräch zu kommen, deren Fassade zu durchbrechen und Ressourcen zu finden, auf denen man zum Wohl der Gefangenen, besonders aber zum Wohl entlassener Gefangener aufbauen konnte. Letztlich aber auch zum Wohl der Gesellschaft. Diese Aktivitäten gibt es noch heute, allerdings in deutlich geringerem Umfang, weil viele Aufgaben inzwischen von Hauptamtlichen wahrgenommen werden.

Wir erfuhren viele interessante Details aus dem Gefängnisleben, von strukturellen Problemen auch im Bereich der Sicherheit, aber auch wie man seinerzeit die Menschen vor Ort bzw. hier in Viersen von einer besseren Strafgefangenenhilfe überzeugen konnte. Nur wer an das Positive denkt, macht sich auf die Suche nach Ressourcen bei Strafgefangenen. Positives Denken äußerte sich auch in folgenden Sätzen unseres Referenten: „Revolution muss Freude machen!“ oder „Enttäuschung – die es bei der Strafgefangenenhilfe auch immer wieder einmal gibt – ist die Befreiung von einer Täuschung.“

Viel zu schnell wurde es 22:00 Uhr, und selten waren die leckeren Reibekuchen eine derartige Nebensache. Menschliches Engagement ist und bleibt spannend!

Liebe KKV-Stammtischinteressierte!

Das Kirchenjahr geht zu Ende. Nach dem heutigen Christkönigfest folgt am nächsten Sonntag der 1. Advent. Dann geht es wieder Schlag auf Schlag, und wir haben 2019. Ach ja, Weihnachten ist ja auch noch - die Geschenke...

Weniger Christi Geburt als die Menschwerdung von Gottes Sohn fiel mir dieses Jahr mit den Gedanken an das Weihnachtsfest ein. Als Anhang sende ich Euch die Einladung zu unserem letzter KKV-Stammtisch in 2018, der in 2 Wochen stattfinden wird. Ich hoffe, ich konnte in diesem Zusammenhang ein Thema mit einem interessanten Referenten finden, die Euch in der Vorweihnachtszeit einen Abend in gemeinsamer Runde wert sind.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch. Wie immer gilt: Auch Gäste sind herzlich willkommen!

Kreuzschiff voraus!

Herbert

Den Auguststammtisch des KKV Viersen hatten wir an die frische Luft verlagert: Frau Klein-Kohlhaas erläuterte uns bei ihrer Führung die Parks in Alt-Viersen als „versteckte Schätze im Herzen der Stadt“. Obwohl es beim Start vor der Festhalle zuerst nicht so gut aussah, spielte das Wetter bei unserer Tour voll mit und schickte uns nur anfangs wenige Tropfen als Himmelsgruß. Wir erhielten zahlreich interessante Informationen zu den Parks und ihren teils besonderen Bäumen und Pflanzen und konnten feststellen, dass es in Viersens Stadtkern deutlich grüner zugeht als man als Autofahrer sich vorzustellen vermag. An verschiedenen Orten brachte uns Frau Klein-Kohlhaas ein wenig die Viersener Stadtgeschichte näher.

Im Oktober wollten wir uns dann doch wieder bei unserem Stammtischwirt Helmut Schatten versammeln. Henriette Gehse, Ehefrau, zweifache Mutter kleiner Kinder und Lehrerin brachte uns ihr Hobby „Politik“ aus ihrer Sicht näher. In Thüringen geboren erlebte sie die Wende in Deutschland als Kindergartenkind. Ihre Familie war evangelisch-kirchlich engagiert und litt unter dem DDR-Regime durch spürbar eingeschränkte Möglichkeiten. Um die Lage nicht noch mehr zu verschlimmern, war Politik zu Hause kein Thema – weder in die eine noch in die andere Richtung.

Jahre später als Erwachsene nahm ihr Interesse an Politik derart zu, dass sie sich entschloss, 2013 in die CDU einzutreten. Ihr Engagement führte dazu, dass sie Parteientscheidungen mit beeinflussen konnte. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes der CDU Viersen. Aktiv Politik zu betreiben, ist eine große Herausforderung als Mutter kleiner Kinder, Ehefrau und Berufstätige. Da verwundert es nicht, dass in unserem System junge Mütter in der Politik unterrepräsentiert sind und somit ihre Interessen nicht angemessen vertreten können. Als sachkundige Einwohnerin bringt sich Frau Gehse in den städtischen Schulausschuss ein. Dabei ist ihr Beruf als praktische Erfahrung im Schulalltag sicher hilfreich.

Aus Ihrer Sicht werden die Seilschaften in der Politik weniger. Weniger wird aber auch das Interesse der jungen Generation. Möglicherweise liegt dies auch daran, dass das (Medien-) Echo der Politik auch bei interessierten (jungen) Bürgern zu wenig ankommt. Da möchte Frau Gehse wie auch die gesamte Viersener CDU gerne mehr bewegen. Damit Politik lebendiger wird, freut sie sich durchaus über Kampfabstimmungen bei parteiinternen Wahlen.

Frau Gehse brachte uns viele Details aus stadtpolitischen Abläufen durchaus Interesse weckend nahe, so dass keine Fragen offen blieben. Damit konnte sie uns überzeugend darlegen, dass man heute Politik durchaus nicht vergessen kann. Wir sollten froh sein, dass wir alle die Möglichkeit haben, uns politisch zu betätigen, ohne Repressalien befürchten zu müssen.

Die besten Reibekuchen, die wir bei Helmut bisher genießen konnten, verhinderten nicht, dass wir die lockere Unterhaltung zu dem Thema noch lange weiterführten.

Kreuzschiff voraus!

Herbert

Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Die zweite Hälfte der Schulferien hat begonnen, und alle, die in Deutschland geblieben sind, hatten in vielen mediterranen Wochen schon Sonne genug. Von unseren Vorfahren vor der Mitte des 20. Jahrhunderts kannten nur wenige Ferienreisen, doch raus an die frische Luft wollte man im Sommer auch schon damals.

Was verbindet in diesem Zusammenhang KKV mit FKK? Das, aber auch viel mehr wird uns Frau Angela Klein-Kohlhaas erläutern, wenn Sie uns anlässlich unseres nächsten KKV-Stammtisches am

Montag, dem 13. August 2018, um 19:30 Uhr

vor der Festhalle (!) zu einer kleinen Stadtwanderung in Empfang genommen hat.


Etwa 90 Minuten lang wird sie uns

versteckte Schätze im Herzen der Stadt

zeigen, indem Sie uns durch verschiedene Parks von Alt-Viersen führt. Dabei erklärt Sie uns die Historie von Parks und von Grün in den Städten, warum sich einmal Promenadenvereine gegründet haben und wie sich in diesem Zusammenhang auch das Bewusstsein für Gesundheit und Hygiene in der Bevölkerung verbessert haben. Frau Klein-Kohlhaas wird uns außerdem die Botanik erläutern und nicht erst zum Schluss auch den Zusammenhang zwischen KKV und FKK darlegen. Heiß genug dafür ging es in den letzten Wochen in Viersen ja her.

Ausnahmsweise zahlt bitte jeder eine Teilnahmegebühr von 8,00 € am Abend in bar.

Ob wir anschließend im Schattodrom noch die leckeren Reibekuchen essen oder nur den Flüssigkeitsverlust während der Stadtwanderung ausgleichen werden, entscheiden wir an der Festhalle, wenn wir spüren, wie am kommenden Montagabend die Temperaturen sein werden. Angeblich soll es ja kühler werden…

Sollte der heiß ersehnte Regen gerade am Stammtischabend endlich wieder einmal fallen, bringt Ihr bitte Schirme oder anderen Regenschutz mit. Nach zwei Begehungen in diesem Jahr findet der Oktoberstammtisch dann wieder direkt bei Helmut Schatten statt.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und auf erste Urlaubsberichte.

Viersen, den 7. August 2018

Herbert
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Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Der zweite Montag im geraden Monat fällt auf

den 9. April 2018.

Da trifft sich der KKV-Stammtisch am Tag nach dem Weißen Sonntag wieder um 19:30 Uhr im Hinterstübchen des Schattodroms von Helmut Schatten gegenüber der Remigiuskirche.

Einen Referenten haben wir dieses Mal nicht gefunden, aber ein Thema tat sich in fast letzter Minute doch noch auf:

„Die Erstkommunion nehmen wir noch mit…“

Die christlichen Volkskirchen werden immer mehr Vergangenheit. Feiern ist schön, Glaube eher schwierig. Ob Weihnachten, Ostern oder Erstkommunion – Feiern und Schenken stehen im Vordergrund, nichts ist für diese Tage zu teuer. Alle legen (noch einmal) richtig los, zeigen (noch einmal), was sie (sich) leisten können.

Der erste Empfang des Leibes Christi gerät bei der Erstkommunion oft gerade noch zum unvermeidlichen Beiwerk. Welcher Glaube dahinter stehen sollte/muss, ist immer mehr ohne Belang. Das führt dazu, dass nicht wenige Eltern bald nach der Kommunion ihres letzten Kindes aus der Kirche austreten, denn schließlich hat man schon genug Kirchensteuer bezahlt!

Aus Sicht derjenigen, die dem Glauben noch Raum geben können, die ihn bewusst an die nächste Generation weitergeben wollen, entstehen in der Vorbereitungszeit für die Erstkommunion Schwierigkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Da kann man – meist noch versteckt – immer mehr die Forderung hören, dass man die Kinder, deren Eltern offen zugeben, wie wenig wichtig ihnen bei der Erstkommunion ihrer Kinder der christliche Glaube ist, vielleicht besser direkt ausschließen sollte, damit die monatelangen Vorbereitungen und die Katechetenarbeit für die Übrigen wieder sinnerfüllter wird.

Lassen wir jeden Getauften zu Erstkommunion zu oder knüpfen wir die Zulassung an klare Bedingungen? Lassen wir die Theologie einmal außen vor und geben dem Thema beim KKV-Stammtisch unzensiert Raum.

Ich freue mich auf das Kommen der Mitglieder ebenso wie auf wiederkehrende und neue Gäste. Und dann gibt es natürlich auch wieder leckere Reibekuchen…

Viersen, den 5. April 2018

Herbert
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„Zum Sterbebegleiter berufen“ lautete das Thema unseres Februarstammtisches, welches uns Frau Jartwig von der konfessionsfreien Hospizinitiative des Kreises Viersen ein gutes Stück näher brachte. Die ausgebildete Krankenschwester war zuerst als eine von rund 70 Mitarbeitern in 6 Ortsgruppen des Kreises ehrenamtlich aktiv. Heute ist sie eine von 2 hauptamt-lichen Koordinatorinnen, die die Initiative organisieren.

„Der Sterbende ist das Maß aller Dinge“ lautet der Wahlspruch von Cicely Saunders, die 1967 in London die Hospizbewegung begründete. Diese ist in erster Linie nicht Ort, sondern Haltung. „Ich lasse Dich nicht allein!“ ist das Versprechen, dass die Hospizbewegung sowohl dem Sterbenden als auch seinen Angehörigen gibt. Die aus einer Nachbarschaftshilfe entstandene Hospizinitiative des Kreises Viersen feiert dieses Jahr ihr 25-jähirges Bestehen. Die Entwicklung der weniger werdenden Volkskirchen führt immer mehr dazu, dass bei der Hospizinitiative auch die Trauerbegleitung nachgefragt wird. Diese kann z.Z. nur aus Spenden finanziert werden, obwohl die ehrenamtlichen Mitarbeiter manchmal mehr für die Angehörigen als für die Sterbenden aktiv sind.

Die Hospizinitiative des Kreises Viersen hat rund 300 Mitglieder und einen ehrenamtlichen Vorstand. Ihr Einsatz für die Sterbenden selbst wird von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Inzwischen beteiligen sich auch die Privatkassen immer mehr, was noch vor wenigen Jahren nicht selbstverständlich war.

Ehrenamtliche werden 120 Stunden lang ausgebildet und auf ihren Einsatz vorbereitet. Dafür wird ein Kostenbeitrag von 200,00 €, in erster Linie für die Verpflegung, erhoben. Wenn es im Anschluss tatsächlich zu einer Tätigkeit für die Hospizinitiative kommt, wird die Hälfte des Betrages erstattet. Menschen, die dieses Ehrenamt ausüben möchten, müssen neben wirklichem Interesse am Mitmenschen, Empathie, den Willen zur Selbstreflexion und Demut mitbringen. Frau Jartwig macht die Arbeit Spaß, weil sie sinnvoll ist. So einfach ist die Erklärung, so tiefgehend der Hintergrund. Im Durchschnitt begleiten die Ehrenamtlichen ein bis zwei Sterbende im Jahr. Manche möchten nach einem Sterbefall pausieren, andere freuen sich schon auf eine baldige neue Begleitung, weil sie aus diesem Ehrenamt auch für sich Kraft schöpfen. Ob Sterbegleiter tätig werden, hängt aber auch davon ab, wo neuer Bedarf entsteht. Im Idealfall arbeiten sie im Bereich ihrer jeweiligen Ortsgruppe. Am Wichtigsten ist jedoch, dass Begleiter und Sterbender, sowie sein Umfeld gut zueinander passen und die Wünsche der Anfragenden erfüllt werden. Was in einer Sterbebegleitung geschieht, ist sehr unterschiedlich. Vom kleinen Ausflug bis zum bloßen „Dasein und Mitaushalten“ ist ganz viel möglich. Die Ortsgruppen treffen sich monatlich zum Austausch, aber die Koordinatorinnen können auch jederzeit bei Bedarf erreicht werden. Darüber hinaus werden regelmäßige Fortbildungen und Supervision angeboten.

Starben vor 30 Jahren noch rund 90 % der Menschen bei uns in Krankenhäusern, liegt diese Quote inzwischen nur noch bei 40 %. Ärzte werden erst seit 2009 grundsätzlich in Palliativmedizin ausgebildet. Die deshalb noch verbreitete Unwissenheit über die Wünsche todgeweihter Patienten führt immer noch dazu, dass alte Menschen eine an sich unsinnige Chemotherapie erhalten oder über mehr als zehn Jahre dauerbeatmet werden. Andererseits lässt sich so noch viel Geld verdienen, ohne dass der Sterbende das Maß aller Dinge ist. Auch hier bietet die Hospizinitiative Sterbenden und ihren Angehörigen Hilfe und Beratung an.

So vermittelte uns Frau Jartwig aufschlussreich und leicht verständlich, was in den letzten Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren vor dem sicheren irdischen Ende für Sterbende wie deren Angehörige Sinn machen kann.

Kreuzschiff voraus!

Herbert
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Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Bekanntlich haben wir unseren nächsten KKV-Stammtischtermin um zwei Wochen später auf

Montag, den 26. Februar 2018, um 19:30 Uhr

im Schattodrom (früher Aleks) gegenüber der Remigiuskirche.

verschoben, denn am Rosenmontag hätte ein Stammtisch bestimmt keinen Sinn gemacht.

Für viele Närrinnen und Narren pulsiert das Leben zu Karneval. Viele fühlen sich dann auf der Sonnenseite des Lebens, und das soll auch unbedingt so sein. Doch so, wie der Hoppeditz sterben muss, ist auch das Ende des menschlichen Lebens sicher. Der Tod ist die einzige Sicherheit im Leben, und doch wird er sehr oft verdrängt. Unser Glaube an die Auferstehung, an Ostern, nimmt vielen die Angst vor dem Tod nahestehender Menschen wie auch die Angst vor dem eigenen Tod. Vor dem Tod kommt allerdings das Sterben. Das dauert eher selten Sekunden oder Minuten, bisweilen aber Wochen, Monate oder sogar Jahre. Der Weg zum Tod kann ein harter sein. Ihn alleine gehen zu müssen, ist meistens schwer, aber auch in Begleitung lieber Angehöriger oder echter Freunde müssen oft Grenzen überschritten werden.

Da ist es wohltuend zu wissen, dass für diesen letzten Weg nicht erst seit wenigen Jahren professionelle Sterbebegleiter zur Verfügung stehen. Zum Beispiel mehr als 60 Mitarbeiter der Hospizinitiative des Kreises Viersen sind ehrenamtlich als Sterbebegleiter tätig. Unter dem Titel

„Zum Sterbebegleiter berufen“

stellt uns Frau Jartwig die Hospizinitiative des Kreises Viersen vor. Wie wird man zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter berufen? Wie kann man auch als Fremder Sterbenden helfen? Wo gibt es Grenzen? Was bewegt Sterbende, sich von Fremden begleiten zu lassen? Wie gehen Sterbebegleiter selbst mit „mehr Tod“ um? Gibt es noch Freude und Lachen vor dem eigenen Tod? Das könnten Fragen sein, auf die Frau Jartwig Antworten bereit hält. Beim Stammtisch können wir in kleiner Runde auch Fragen zu dem Thema Sterben und Sterbebegleitung stellen, für die sonst meist keine Zeit ist. Da nehmen wir bestimmt Erkenntnisse mit, die wir so schnell nicht vergessen werden zu einem Thema, das jeden (!) Menschen betrifft.

Ganz bestimmt werden trotz des ernsten Themas die leckeren Reibekuchen beim anschließenden gemeinsamen Essen wieder phantastisch schmecken.

Um mehr über die Hospizinitiative und ihre Tätigkeit zu erfahren, muss man (noch) nicht Mitglied im KKV sein, denn selbstverständlich sind auch Gäste wie immer von Herzen willkommen.

Viersen, den 9. Februar 2018
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„Gott kommt ganz klein – nicht bei den Herrschenden“, das macht die Kürbiskernkrippe auch im übertragenen Sinne deutlich, meinte Klaus Grafe. Da bedurfte es schon einer Lupe, um im Kürbiskern die Heilige Familie zu erkennen, die wir dann auch im Kirschkern wiederfanden.
Hirten waren zur Zeit Jesu verarmte, verlumpte Menschen, die mangels eines täglichen Duschbades auch den Gestank des von ihnen gehüteten Viehs annahmen. Und dort in der Armut, in der Kälte, im Stall, dort kam Gottes Sohn auf unsere Welt.
Auch die Grabeskirche in Bethlehem macht deutlich, dass wir uns selbst klein machen sollen, weil auch Gott sich für uns klein gemacht hat. Nur wer sich duckt, kann die Kirche auch betreten.
Ganz anders war die Krippe aus Afrika, bei der die Heilige Familie unter einem hohen Tropenbaum steht. Die über vierhundert Krippen, die Pastor Grafe seit Jahren gesammelt hat, lassen ebenso wie deutsche Krippen aus verschiedenen Regionen erkennen, dass viele Krippenkünstler sich die Geburt des Heilands in ihrem jeweiligen Kulturkreis vorstellen. Wichtig ist nicht, an welchem Ort Jesus historisch zur Welt gekommen ist, sondern, dass wir unsere Herzen für Jesus öffnen.
Mit nachdenklich-heiteren Geschichten, die Pastor Grafe durchaus selbst verfasst oder anpasst hatte ging es dann im zweiten Teil weiter. Da wurde schön spürbar, dass das große Weihnachtsfest bevorstand, und danach hatten wir uns noch viel zu erzählen, bis dann besonders dicke und leckere Reibkuchen das muntere Adventsgespräch verstummen ließen.
So war es ein stimmungsreicher letzter KKV-Stammtisch für das Jahr 2017.
Allen Stammtischinteressierten und Gästen wünschen wir ein frohes, seligmachendes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Frieden und Gottes reichen Segen.
Danke und Kreuzschiff voraus!
Herbert

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Die Frieters Zoo- und Gartenwelt in Viersen: Drei Generationen fachliche Beratung

Sein Großvater gründete das Frieters-Unternehmen noch an der Alten Bruchstraße vor fast 100 Jahren, bevor er ein zweites Geschäft auf der Hauptstraße eröffnete. Dort auf der Ecke, die vielen Viersenern eher als Heim- und Hobby noch bekannt ist.

Viersen -
Als man dann fast gegenüber neu baute, zog das traditionsreiche Unternehmen auf die andere Hauptstraßenseite und ist nun seit 1999 an der Freiheitsstraße/Ecke Viktoriastraße auf 3.500 qm Verkaufsfläche heimisch geworden. Hier führt heute Urenkel Norbert Langens mit seinen Eltern den Generationenbetrieb und mit viel Charme eine interessierte Besuchergruppe des KKV-U60-Stammtisches Viersen (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) nach Ladenschluss durch das vielfältige Angebot.
„Ich weiß noch, wie es in der Nacht zum 21. Dezember 1999 war“, lacht Norbert Langens. „Es gab im Vorfeld so viele Kleinigkeiten mit denen wir nicht gerechnet hatten und ich habe gar nicht mehr geschlafen, war bis spät in die Nacht hier.“ Ein Jahr später gaben sie die Hauptstraße auf, zentrierten das Sortiment in dem großen Neubau. Dabei kämpft er heute wie damals mit unerwarteten Situationen – damals war es der Boden, der heute immer noch hin und wieder ausgebessert werden muss, heute ist es der bevorstehende Bau des Tiefensammlers unter der Freiheitsstraße an Viersens Hauptverkehrskreuzung mit 30.000 Fahrzeugen. Hätte man beim Bau des Umgehungsrings den zu dieser Zeit bereits bekannten Bau des Tiefensammlers direkt mit eingearbeitet, müssten die anliegenden Unternehmer heute nicht mit den kommenden Problemen rechnen. „Sobald irgendwo ein Baustellenschild steht, bleiben die Kunden weg“, so Langens. „Dabei erwartet uns zudem ein großer Flickenteppich, denn auch der jetzt liegende Flüsterasphalt soll nicht mehr aufgebracht werden.“
Als das Unternehmen gegründet wurde, handelte es sich um ein reines Saisongeschäft mit Sämereien und Futtermitteln – etwas, dass sich im Laufe der Zeit gewandelt hat. Aufsitzrasenmäher und Rasenroboter stehen hier dicht an dicht, werden eingezäunt von Teichprodukten, Düngern, Gartengeräten, Zimmer-, Balkon- und Beetpflanzen, Deko, Wein, Konfitüre oder Futtermitteln. „Wir sind häufig günstiger als der Baumarkt oder das Lebensmittelgeschäft“, informiert der Junior-Chef. „Viele Kunden, die uns zum ersten Mal besuchen sind überrascht, kommen immer wieder und das ist gut so.“ Nicht zu verachten auch die große Grillabteilung der Weber- und Röslerproduktpalette. Für alle Fragen rund um das umfangreiche Sortiment stehen hier fünfzehn Mitarbeiter zur Verfügung, zudem ebenfalls eine Werkstatt und ein Hundesalon, der sich größter Beliebtheit aus der gesamten Region, selbst aus Köln erfreut.
„Ihr verkauft aber auch Tiere?!“, wird aus der Runde gefragt. Norbert Langens nickt, denn ein Teil des Geschäftes ist auf den Zoobereich rund um Futtermittel, aber eben auch auf lebende Tiere ausgelegt. „Wir bieten Vögel, Nager und Fische an und natürlich auch alles, was an Produkten gebraucht wird, damit es den Tieren gut geht. Katzen,“ so Langens weiter, „werden hier nur vermittelt. Sie werden nicht eingekauft oder gezüchtet.“ Ein Vorurteil, dass sich beharrlich in Viersen hält, aber es ist tatsächlich anders. Bei Frieters kann man Kitten abgeben, diese nämlich, die irgendwie entstanden sind als die Katze des Nachbarn sich mit dem eigenen Kater auf ein Tête-à-Tête einließ. Diese Kitten, die sonst kein gutes Zuhause finden würden, können bei Frieters abgegeben werden. Hier werden sie vermittelt und dabei entsteht nur eine Schutzgebühr, nicht teurer als im Tierheim und kein Verkauf kommt zustande. Langens: „In diesem Jahr hatten wir bisher zum Glück nur ein Tier.“
Für die Besucher war dieser Abend durch die Räume des Viersener Traditionsunternehmen nicht nur interessant und lehrreich, schließlich gab es eine Schulstunde zum Buchsbaumzünsler und zum Abschluss als Erinnerung ein Blümchen, dass nun bei den KKVern zu Hause zum Blühen gebracht werden kann. (re)

Foto: KKV Viersen, Text:
www.viersen-inside.de

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Dass nach einem Stammtisch mit zwei aktiven Pfarrern und insgesamt 17 Teilnehmern so schnell keine Steigerung möglich sein würde, war schnell klar.

Dann fand sich für unser erstes Treffen in 2017 kein interessantes Thema bzw. kein Referent. Wir starteten um 19:30 Uhr im Dreieck mit genau drei Stammtischbesuchern. Da blieben ein paar Stühle frei für eine akute Stammtischdepression! Bald bestellten wir die Reibekuchen ab, löschten den Frustdurst und wählten drei Gerichte aus Helmuts Speisekarte. Langeweile hatten wir allerdings keine. Wir waren nur ein wenig verloren im kleinen Saal, aber es wurden später mehr…

Zu Schluss war der Kreis immerhin auf sieben Stammtischler gewachsen, und dann machte dieser seinem Namen zu guter letzt alle Ehre. Es wurde munter gequatscht und gelacht. Jeder bestellte sich etwas zu Essen, so dass sich auch ohne die sonst obligatorischen Reibekuchen eine schöne Stammtischatmosphäre breitmachte.

Wir besprachen mögliche Themen diesjähriger Stammtische und fassten für den Sommer einen Ausflug nach Düsseldorf ins Auge, um dort unterirdisch einmal mit der neuen Wehrhahnlinie auf der Strecke zu fahren, auf der wir vor Jahren die U-Bahn-Baustelle mit unserem Stammtisch besucht haben. Vielleicht können wir auch einmal das Viersener Krankenhaus mit dem Stammtisch besichtigen. Frau Meuser versuchen wir als Gemeindereferentin in St. Remigius für einen Stammtischbesuch zu gewinnen, bei dem sie uns etwas von ihrem Alltag in unserer Gemeinde berichten könnte. Toll wäre es sicher auch, wenn wir den Landrat, der über seine Eltern den KKV kennt zu Gast bekommen könnten. Man darf ja mal träumen…

Kreuzschiff voraus!

Herbert

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Bei unserem letzten Stammtisch in 2016 durften wir die Viersener Pfarrer Roland Klugmann und Helmut Finzel in großer Runde begrüßen. Da wurde es eng im kleinen Saal vom Bitstübchen.

Beim Rückblick auf ihre bisherige Zeit in Viersen erfuhren wir, dass die Pfarre St. Remigius erstmals 1182 erwähnt wurde. 2009 kamen die Pfarrgemeinden St. Josef und St. Notburga, welche in den 1920-er Jahren abgepfarrt worden war, schon zurück nach St. Remigius. Die übrigen Pfarren folgten dann 2011.

Aus verschiedenen Zahlen wurde deutlich, wie dramatisch der Rückzug der katholischen Volkskirche abläuft. Pfarrer Finzel präsentierte die Zahlen für Deutschland jeweils recht aktuell für 2015 und zwanzig Jahre früher, nämlich für 1995 (in Klammern):

Priester 14.780 (18.663), Pfarren 10.817 (13.328) sowie für Viersen: Taufen 122 (221), Erstkommunion 132 (228), Trauungen 30 (51), Bestattungen 304 (368) Austritte 115 (161), Kirchenbesucherquote 6 % ( 14,8%). Aktuell hat St. Remigius ca. 20.000 Katholiken.

Ein Bistum muss aus mindestens 2 Pfarren bestehen. Jeweils ein Pfarrer leitet eine Pfarre in Verantwortung für den Bischof. Er kann auch Moderator für mehrere Pfarrer sein, ggf. auch mehrere Pfarren leiten (Kanon 517 §1) oder bei Priestermangel als Moderator andere Personen betreuen, die zur Leitung einer Pfarre bestellt werden (§2). Die Kirchenleitung obliegt immer dem Pfarrer, der auch der eigentliche Hirte sein soll. Deshalb soll er auch jedes Gemeindemitglied besuchen. In Anbetracht der zunehmenden Gemeindegrößen ist dies inzwischen reines Wunschdenken. Pfarrer haben eine Residenzpflicht und müssen sonntags mindestens eine Messe für die Gemeinde, aber nicht unbedingt in der Gemeinde halten.

Wir erfuhren weiter, dass in St. Remigius 7 Pastoral- und Gemeindereferenten in verschiedenen Aufgabengebieten tätig sind und ein Kirchenmusiker beschäftigt ist. 220 Pfadfinder und 130 Messdiener spiegeln einen Teil der Pfarrjugend wider. Weitere Aufgaben finden die Pfarrer in 9 Kindertagesstätten, einer Offenen Tür, im Don-Bosco-Heim, im Altenheim St. Notburga und in der Grabeskirche. Außerdem gibt es noch das Kuratorium in der Stiftung Krankenhaus. Ohne Altenheim und Kinderheim zählen 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen Pfarre. Die Kindertagesstätten werden zu 88 % von der Kommune, hier Stadt Viersen, und zu 12 % vom Bistum finanziert.

Für KIM, das vor Jahren ins Leben gerufene Kirchliche Immobilien Management, welches das Ziel verfolgt, die Bistumszuweisungen zu kirchlichen Gebäuden um 1/3 zu senken, konnte mit der Grabeskirche das Soll vorläufig erfüllt werden, ohne weitere Gebäude abgeben oder schließen zu müssen.

Da bedurfte es nicht vieler weiterer Erläuterungen, um zu begreifen, dass für die beiden Pfarrer nie Langeweile herrscht und manches anders organisiert werden muss, als man es von früher gewohnt ist. Die beiden Herren bedauerten, dass bei soviel Verwaltungs- und Leitungsaufgaben zu wenig Zeit für Seelsorge und Gebet bleibt und erst recht keine Zeit, um einmal zu überlegen, was anders gemacht werden könnte, um Kirche vor Ort attraktiver für Jüngere machen zu können.

Das Lachen und der Humor waren bei beiden auch nach den Vorträgen keinesfalls verschwunden. Sie sind zuversichtlich, das bisherige Niveau halten zu können, auch wenn die Belastungen bisweilen an die Grenzen der beiden stößt. Danach kamen wir beim gemeinsamen Reibekuchenessen noch gut in lockere Gespräche.

Kreuzschiff voraus!

Herbert
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Neues vom KKV-Stammtisch

Einen Referenten für das Thema „Der Mensch fängt nicht erst beim Abiturienten an – Unser Bildungssystem bietet auch ‚Spätzündern’ große Chancen.“ war unerwartet ebenso schwierig, wie eine Referentin zu finden. Da wird schnell klar, wie brisant offensichtlich das Thema auch in der Lehrerschaft ist. Da will sich keiner den Mund verbrennen – nicht einmal Pensionäre.

Mit Oliver Bossmanns konnten wir im Oktober den Rektor der größten Grundschule im Kreis Viersen gewinnen, der kein Blatt vor den Mund nahm. Er ist gewissermaßen selbst ein Spätzünder und erläuterte uns, dass inzwischen 30 % der Grundschule als Ganztagsschulen von 7:00 bis 16:30 Uhr geführt werden und dass es als „Schulversuch“ die Primusschule gibt, in der die Klassen jahrgangsübergreifend zusammengesetzt sind. Herr Bossmanns hadert mit „Schulversuch“, bedeutet doch Versuch immer auch, dass ein Scheitern möglich ist. Bei der Bildung unseres Nachwuchses darf aber nichts scheitern!

Die Primarstufe ermöglicht es, das erste und zweite Schuljahr je nach Begabung in ein, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen. Die fast unbekannte Sekundarschule ist eine Gesamtschule bis zum 10. Schuljahr. Ab Einschulung 2016 ist in NRW auf dem Gymnasium nur ein Abitur nach acht Schuljahren möglich (G8), doch die nächste Änderung liegt hier gerade wieder in der Luft. Das NRW-Schulsystem ist sowieso von zahlreichen Änderungen bestimmt. Seit 2008 änderte sich z.B.:

- Anhebung der Klassenstärke von 28 auf 29 Schüler
- Anhebung der Lehrerarbeitszeit um 1 Std./Woche
- Gymnasium: von G9 zu G8 (s.o.)
- Seit 2010: Elternwille entscheidet alleine über die zu besuchende Schulform der Sekundarstufe
(5. Schuljahr), hier 2006 – 2010: Empfehlung der Lehrkraft war bindend
- Inklusionspflicht in allen Schulformen
- Wegfall der Planstellen „Konrektor/-in“
- Staatliche Schulen müssen alle Kinder aufnehmen
- 614 Schulleiterstellen sind dazu noch unbesetzt – wie funktioniert im Wirtschaftsleben ein
Betrieb ohne Chef und Prokurist?

Beim Schulwechsel 2014 wählten 41,6% aller Grundschüler das Gymnasium sicher mit dem (Eltern-) Ziel, dort später auch das Abitur zu machen. Gleichzeitig stiegen zu dieser Zeit mit 50.000 Schülern doppelt so viele anspruchsmäßig ab als aufstiegen (23.000). Viele Eltern-möchten-gern-Gymnasiasten fielen dann sogar bis auf die Hauptschule zurück. Von den Gesamtschülern machten nur 37 % das Abitur. Da lagen zu Beginn sicher auch die (Eltern-) Hoffnungen höher. Getrieben von dem tiefen Wunsch, dass es den eigenen Kindern besser gehen soll werden 15 – 20 % (!!!) zu sogenannten Helikoptereltern, die ihre Kinder überwachen, reglementieren und überfördern und –fordern. Eigene

Zukunftssorgen sind wohl oft die Triebfedern, doch ihre Kinder sind genauso wenig sozialkompetent wie der Anteil von 10 % der Schüler, die von zu Hause vernachlässigt werden. Findet hier der gesellschaftliche Wandel statt?

Die Bedeutung von Schulbildung spiegelt sich auch im Investitionswillen der Länder wieder: 2015 wurden deutschlandweit durchschnittlich 6.500 € p.a. je Schüler investiert. Dabei war Thüringen mit 8.100 € an der Spitze, und NRW bildete mit 5.700 € als bevölkerungsreichstes Land das Schlusslicht.

Spätzünder: In der Sekundarstufe I findet wegen Pubertät und Freundschaften praktisch kein „Aufstieg“ statt, aber mit der Sekundarstufe II, also ab dem 11. Schuljahr gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die auch genutzt werden. Inzwischen werden viele Chancen zum Studium denjenigen geboten, die nicht als Sextaner im Gymnasium gestartet sind. Die zeitliche Zuwendung der Eltern zeigt auf Dauer immer noch eine bessere Wirkung beim Reifeprozess der Kinder als ein überfordernder Bildungsweg über das Gymnasium.

Eine Seite reicht einfach nicht aus, um das 75-minütige Bildungsinformationsfeuerwerk einer der sehr wenigen männlichen Lehrkräfte, eines offensichtlich äußerst zum Wohle der Schüler engagierten Rektors auch nur einigermaßen angemessen wieder zu geben. Eines wurde jedoch deutlich: Beim Thema Bildung gibt es in unserem Land – hoffentlich bald – sehr viel zu tun. Doch – wer packt es an?

Danke und Kreuzschiff voraus!

Herbert


Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

„Der Mensch fängt nicht erst beim Abiturienten an – Unser Bildungssystem bietet auch ‚Spätzünder’ große Chancen.“ So lautete die im Anhang beigefügte Pressemitteilung Nr. 16 des KKV vom 29.08.2016.

Wird die Gesamtschule den Vorgaben gerecht oder wird hier ein Abitur mit niedrigeren Anforderungen und überproportionaler Lehrerversorgung „subventioniert“?

Herr Bossmanns wird uns mit einem kurzen Referat über den aktuellen Stand informieren und ist anschließend für unsere Fragen offen. Selbstverständlich gibt es auch wieder Reibekuchen für alle!

Die heutige Bildung unserer Kinder bestimmt morgen die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ein KKV-Stammtisch für Eltern und alle, die sich für die Entwicklung unserer Gesellschaft von morgen interessieren. Herzliche Einladung und Kreuzschiff voraus!

Viersen, den 29. September 2016

Herbert

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (0 21 62) 2 30 63
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (0 21 62) 2 08 99


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Neues vom KKV-Stammtisch

Nach unserer Juniexkursion zum Bockerter Hötte-Pötte Platz machten wir uns im Urlaubsmonat August mit unserem Stammtisch ein weiteres Mal auf den Weg durch Viersen. Wir trafen uns in der Grabeskirche, wo uns Martin Alfing bereits erwartete. Mit Richard Smets war auch das gerade neue und jüngste Mitglied des KKV Viersen zum ersten Mal dabei.

Da alle Gäste die Grabeskirche bereits gut kannten, verzichteten wir auf einen sonst obligatorischen Rundgang. Herr Alfing erläuterte uns kurz die Geschichte der Kirche und die Gründe für die Umwidmung zur Grabeskirche. Die Einrichtung wird von der Viersener Bevölkerung sehr gut angenommen: Inzwischen fanden über 300 Bestattungen statt und weitere rund 400 Urnenplätze sind bereits reserviert. Damit ist grob die halbe bisherige Kapazität vergeben. Erweiterungen sind grundsätzlich noch möglich.

Früher lag ein Friedhof als Kirchhof meist um die Kirche oder in deren Nähe. Das kennen wir in Viersen heute noch von St. Helena und St. Peter. Mit Napoleon und seiner Säkularisierung wurden die Friedhöfe oft außerhalb der Stadtzentren neu errichtet. Das erschwerte die jahrhundertealte Tradition nach der Sonntagsmesse die Gräber zu besuchen. Früher waren die Verstorbenen der Pfarre in der Nähe. Ihre Gräber erinnerten die Lebenden auch regelmäßig an das einzig Bestimmte im Leben – den Tod. Nicht erst seit den letzten Jahrzehnten wird die Erinnerung an den Tod immer mehr verdrängt. Viele, die sich für eine letzte Ruhestätte in der Grabeskirche entscheiden, schätzen es, dass die Verstorbenen bei den regelmäßigen Totengedenkgottesdiensten wieder wie früher „dabei sind“. Nach dem Gottesdienst ist dann ein Besuch der Urnenstätte durchaus üblich. Die Gottesdienste sind regelmäßig sehr gut besucht. Dank zahlreicher Ehrenamtlicher und weniger Hauptamtlicher ist die Grabeskirche an 365 Tagen im Jahr von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Gleichzeitig ist immer jemand zugegen, der Sprayer abhält, aber Trauernden auch gerne mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Wetterunabhängigkeit und die kurzen Wege werden ebenfalls von vielen sehr geschätzt.

Nicht zu kurz kam das Thema des Wandels der Friedhofskultur. Martin Alfing führt seit vielen Jahren in seiner zweiten Tätigkeit als Krankenhausseelsorger unzählige Gespräche mit Sterbenden und deren Angehörige. Gleichzeit lernt er immer wieder auch Interessenten für eine Urnengrabstätte in St. Joseph kennen. Viele möchten heute den Bereich Sterben und Tod zu Lebzeiten geregelt wissen. Fehlt das Vertrauen in die Nachkommen? Martin Alfing rät regelmäßig, vor Entscheidungen in diesem Zusammenhang, Gespräche mit der nächsten Generation zu suchen. Für viele ist die Grabeskirche mit ihrer Ordnung und ihrem historischen, sakralen Umfeld der ehemaligen Pfarrkirche ein optimales Angebot. Dies gilt insbesondere dann, wenn man in St. Joseph getauft wurde oder die nächste Generation inzwischen weit weg von der alten Heimat lebt.

So konnte Martin Alfing bei den Gästen sicher so manchen interessanten Gedankengang zur eigenen Zukunft anregen. Gleichzeitig brachte er uns den christlichen Glauben an die Auferstehung immer wieder lebendig nah. Eine gelungene Exkursion, die Raimund Monschang angeregt und vorbereitet hatte.

Danke und Kreuzschiff voraus!

Herbert

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Neues vom KKV-Stammtisch

Raus an die frische Luft! Der KKV-Juni-Stammtisch wurde zum Bockerter Stehtreff, denn am Hötte-Pötte Platz gibt es keinen Tisch.

Stephan Kitschen hatte die Idee gehabt und die Exkursion vorbereitet. Er konnte sowohl Peter Nelsen als auch Walter Woters als Referenten gewinnen. Während Peter Nelsen uns die jahrhundertealte Geschichte vom Bockert an Hand der verschiedenen „Hötte“, also Hütten bzw. Höfe und „Pötte“, also Gemeinschaftsbrunnen, ansatzweise vermittelte, streute Herr Woters, den der Eine oder Andere vielleicht noch aus dessen Zeit als Leiter der Viersener Feuerwehr kennt, immer wieder Geschichten und Anekdoten seiner Kindheit und Jugend im Bockert und zu Hötte und Pötte ein. Überlieferte Geschichten aus früheren Generationen hatte er dazu auch spontan parat.

Die Idee einen solchen Platz zu schaffen hatte der frühere Vizebürgermeister Fritz Meies. Walter Woters hatte sich dann seinerzeit intensiv für die Einrichtung des Hötte-Pötte Platzes eingesetzt. Nicht zuletzt dank zahlreicher Spenden und viel Ehrenamtsarbeit konnte ein Platz geschaffen werden, der die Geschichte Bockerts greifbar macht. Am 21. Mai 1997 wurde er dann feierlich eingeweiht. Peter Nelsen, diesjähriger Pöttmeister, hat im Bockerter Kermes Blättche zum Schützen- und Heimatfest 2016 einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema verfasst.

In Erinnerung blieben mir z.B. zwei Pötte: Der Nopp-Pött in direkter Nähe zum Hötte-Pötte Platz sowie der Giesen-Pött, der mit dem Bau der Umgehungsstraße K8 und dem Ausbau der Kreuzung Hardter Straße/Bockerter Straße aufgedeckt wurde und heute ebenfalls ungestört im Untergrund ruht. Beide Brunnen sind unterhalb des Straßenniveaus erhalten. Bei einem Grundwasserspiegel in ca. 25 m Tiefe waren im Bockert die Gemeinschaftsbrunnen deutlich aufwendiger als im benachbarten Oberbeberich mit Grundwasser auf 1,50 m. Die Pötte wurden über Jahrhunderte als Gemeinschaftsbrunnen betrieben. Auf der Pöttversammlung im Oktober wurden die ehrenamtlichen Pöttmeister gewählt, die dann das Pöttbuch und die Pöttkasse übernahmen. Das Pöttbuch des Nopp-Pötts, das noch existiert, spiegelt die Geschichte des Brunnens von 1692 bis 1899 wieder.

Mit dem Wetter hatten wir Glück. Die mitgebrachten Regenschirme wurden nicht benötigt. Allerdings war es sehr feucht und kühl, so dass wir alle froh waren, dass wir anschließend in der ehemaligen Gaststätte Michels auf der Hardter Straße gegenüber vom Hötte-Pötte Platz bei leckerem türkischen Essen noch so manches schöne Zwiegespräch in wettergeschützter Umgebung führen konnten.

Kreuzschiff voraus!

Herbert








Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

„Der Mensch fängt nicht erst beim Abiturienten an – Unser Bildungssystem bietet auch ‚Spätzünder’ große Chancen.“ So lautete die im Anhang beigefügte Pressemitteilung Nr. 16 des KKV vom 29.08.2016.

Für unseren nächsten KKV-Stammtisch am

Montag, dem 10. Oktober 2016, um 19:30 Uhr im Bitstübchen,

konnten wir den Leiter der Gemeinschaftsgrundschule in Süchteln, Herrn Oliver Bossmanns, als Referenten gewinnen. Er hat regelmäßig mit dem Thema zu tun, auf welche weiterführende Schule die Kinder der vierten Klassen in Viersen gehen sollen. Da schießt bisweilen das Engagement der wohlmeinenden Eltern über das von ihren Kindern mutmaßlich erreichbare schulische Ziel hinaus, während andererseits die Talente der wenigen wirklich Hochbegabten möglicherweise ab dem fünften Schuljahr nur unzureichend gefördert werden können.

Überfordern immer mehr Eltern ihre Kinder? Haben Nicht-Abiturienten überhaupt eine Chance? Können ‚Spätzünder’ in unserem aktuellen Bildungssystem auch ohne einen direkten Wechsel ins Gymnasium wesentlich entspannter später ihren Weg in eine gute Schullaufbahn machen?

Wer bestimmt aktuell letztendlich den Weg der Kinder in die Sekundarstufe I? Eltern oder Pädagogen? Sind die Ansprüche in die Allgemeine Hochschulreife weiter gesunken, um einem Großteil der inzwischen schon rund 40 % Gymnasiumsbesucher auch später ein gutes Abitur mit allen Chancen zu ermöglichen.

Wird die Gesamtschule den Vorgaben gerecht oder wird hier ein Abitur mit niedrigeren Anforderungen und überproportionaler Lehrerversorgung „subventioniert“?

Herr Bossmanns wird uns mit einem kurzen Referat über den aktuellen Stand informieren und ist anschließend für unsere Fragen offen. Selbstverständlich gibt es auch wieder Reibekuchen für alle!

Die heutige Bildung unserer Kinder bestimmt morgen die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ein KKV-Stammtisch für Eltern und alle, die sich für die Entwicklung unserer Gesellschaft von morgen interessieren. Herzliche Einladung und Kreuzschiff voraus!

Viersen, den 29. September 2016

Herbert

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (0 21 62) 2 30 63
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (0 21 62) 2 08 99


Für unseren nächsten KKV-Stammtisch am
Montag, dem 10. Oktober 2016, um 19:30 Uhr im Bitstübchen,

konnten wir den Leiter der Gemeinschaftsgrundschule in Süchteln, Herrn Oliver Bossmanns, als Referenten gewinnen. Er hat regelmäßig mit dem Thema zu tun, auf welche weiterführende Schule die Kinder der vierten Klassen in Viersen gehen sollen. Da schießt bisweilen das Engagement der wohlmeinenden Eltern über das von ihren Kindern mutmaßlich erreichbare schulische Ziel hinaus, während andererseits die Talente der wenigen wirklich Hochbegabten möglicherweise ab dem fünften Schuljahr nur unzureichend gefördert werden können.

Überfordern immer mehr Eltern ihre Kinder? Haben Nicht-Abiturienten überhaupt eine Chance? Können ‚Spätzünder’ in unserem aktuellen Bildungssystem auch ohne einen direkten Wechsel ins Gymnasium wesentlich entspannter später ihren Weg in eine gute Schullaufbahn machen?

Wer bestimmt aktuell letztendlich den Weg der Kinder in die Sekundarstufe I? Eltern oder Pädagogen? Sind die Ansprüche in die Allgemeine Hochschulreife weiter gesunken, um einem Großteil der inzwischen schon rund 40 % Gymnasiumsbesucher auch später ein gutes Abitur mit allen Chancen zu ermöglichen.

Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Nachdem wir uns zu unseren letzten Stammtisch am Hötte- und Pötteplatz im Bockert getroffen haben, wollen wir in diesem Jahr noch eine weitere Exkursion wagen, die später rückblickend hoffentlich auch als Sommerexkursion bewertet werden kann. Dazu treffen wir uns am

Am 10. September sammeln wir wieder für unser soziales Projekt in der Fußgängerzone.
Unser soziales Projekt ist in diesem Jahr das „Clearinghouse“ Viersen in dem unbegleitete jugendliche Flüchtlinge vom SKM betreut werden.

Es grüßt Sie herzlich mit Kreuzschiff voraus
Thomas Neef 1. Vorsitzender

Schiff voraus
Thomas Neef 1. Vorsitzender

Neues vom KKV-Stammtisch

Nach unserer Juniexkursion zum Bockerter Hötte-Pötte Platz machten wir uns im Urlaubsmonat August mit unserem Stammtisch ein weiteres Mal auf den Weg durch Viersen. Wir trafen uns in der Grabeskirche, wo uns Martin Alfing bereits erwartete. Mit Richard Smets war auch das gerade neue und jüngste Mitglied des KKV Viersen zum ersten Mal dabei.

Da alle Gäste die Grabeskirche bereits gut kannten, verzichteten wir auf einen sonst obligatorischen Rundgang. Herr Alfing erläuterte uns kurz die Geschichte der Kirche und die Gründe für die Umwidmung zur Grabeskirche. Die Einrichtung wird von der Viersener Bevölkerung sehr gut angenommen: Inzwischen fanden über 300 Bestattungen statt und weitere rund 400 Urnenplätze sind bereits reserviert. Damit ist grob die halbe bisherige Kapazität vergeben. Erweiterungen sind grundsätzlich noch möglich.

Früher lag ein Friedhof als Kirchhof meist um die Kirche oder in deren Nähe. Das kennen wir in Viersen heute noch von St. Helena und St. Peter. Mit Napoleon und seiner Säkularisierung wurden die Friedhöfe oft außerhalb der Stadtzentren neu errichtet. Das erschwerte die jahrhundertealte Tradition nach der Sonntagsmesse die Gräber zu besuchen. Früher waren die Verstorbenen der Pfarre in der Nähe. Ihre Gräber erinnerten die Lebenden auch regelmäßig an das einzig Bestimmte im Leben – den Tod. Nicht erst seit den letzten Jahrzehnten wird die Erinnerung an den Tod immer mehr verdrängt. Viele, die sich für eine letzte Ruhestätte in der Grabeskirche entscheiden, schätzen es, dass die Verstorbenen bei den regelmäßigen Totengedenkgottesdiensten wieder wie früher „dabei sind“. Nach dem Gottesdienst ist dann ein Besuch der Urnenstätte durchaus üblich. Die Gottesdienste sind regelmäßig sehr gut besucht. Dank zahlreicher Ehrenamtlicher und weniger Hauptamtlicher ist die Grabeskirche an 365 Tagen im Jahr von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Gleichzeitig ist immer jemand zugegen, der Sprayer abhält, aber Trauernden auch gerne mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Wetterunabhängigkeit und die kurzen Wege werden ebenfalls von vielen sehr geschätzt.

Nicht zu kurz kam das Thema des Wandels der Friedhofskultur. Martin Alfing führt seit vielen Jahren in seiner zweiten Tätigkeit als Krankenhausseelsorger unzählige Gespräche mit Sterbenden und deren Angehörige. Gleichzeit lernt er immer wieder auch Interessenten für eine Urnengrabstätte in St. Joseph kennen. Viele möchten heute den Bereich Sterben und Tod zu Lebzeiten geregelt wissen. Fehlt das Vertrauen in die Nachkommen? Martin Alfing rät regelmäßig, vor Entscheidungen in diesem Zusammenhang, Gespräche mit der nächsten Generation zu suchen. Für viele ist die Grabeskirche mit ihrer Ordnung und ihrem historischen, sakralen Umfeld der ehemaligen Pfarrkirche ein optimales Angebot. Dies gilt insbesondere dann, wenn man in St. Joseph getauft wurde oder die nächste Generation inzwischen weit weg von der alten Heimat lebt.

So konnte Martin Alfing bei den Gästen sicher so manchen interessanten Gedankengang zur eigenen Zukunft anregen. Gleichzeitig brachte er uns den christlichen Glauben an die Auferstehung immer wieder lebendig nah. Eine gelungene Exkursion, die Raimund Monschang angeregt und vorbereitet hatte.

Danke und Kreuzschiff voraus!

Herbert


Montag, dem 8. August 2016, um 19:30 Uhr zuerst nicht (!) im Bitstübchen,

sondern an der Grabeskirche St. Joseph im Rintgen, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Viersener Südstadt.

Unser Mitglied und häufiger Stammtischbesucher Raimund Monschang, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Viersener Grabeskirche, hat für diesen Abend Martin Alfing als Referenten gewinnen können. Der Pastoralreferent ist u.a. für die Seelsorge im Zusammenhang mit den Bestattungen in der Grabeskirche zuständig.

Herr Alfing kann uns sicher genauso etwas zu den sich gravierend wandelnden Beerdigungsriten und zu den Gedanken der älteren Generation über Tod und Grabpflege sagen wie auch zu den Bestattungsmöglichkeiten, die die Grabeskirche bietet, und zu Umwidmungsgründen und architektonischen Gestaltungsgedanken beim seinerzeitigen Umbau des eindrucksvollen neugotischen Bauwerks.

Gegen 20:30 Uhr wollen wir uns auf den Weg zum Bitstübchen machen, nachdem wir die Anzahl der Reibekuchenesser telefonisch durchgegeben haben. Dort können wir uns gegen 21:00 Uhr beim gemeinsamen Essen und erfrischenden Sommergetränken in lockerer Runde über die Eindrücke, aber vielleicht auch über die persönlichen Meinungen zu Bestattungsriten austauschen.

Denen, die nächsten Montag in Urlaub sind, wünsche ich Erholung und Urlaubsfreude. Ich freue mich, alle anderen an/in der Grabeskirche bzw. beim Reibekuchenessen wieder zu sehen.

Kreuzschiff voraus!

Viersen, den 1. August 2016

Herbert

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (0 21 62) 2 30 63
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (0 21 62) 2 08 99



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Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des KKV-Stammtisches!

Gemeinsam etwas in Viersen zu unternehmen, auch einmal nach draußen zu gehen, fanden sehr viele bei unserem letzten KKV-Stammtisch gut.

Stephan Kitschen, den wir schon einmal im Bockert in seiner Tischlerwerkstatt mit unserem Stammtisch besucht haben, möchte uns eine Besonderheit im Bockert näher bringen, und zwar das seit 1992 bestehende Bodendenkmal

Hötte und Pötte

Dazu treffen wir uns am

Montag, dem 13. Juni 2016, um 19:30 Uhr nicht (!) im Bitstübchen,

sondern dieses Mal am Bockerter Kreuz, also dort, wo von der Hardter Straße die Kreuzstraße abbiegt.

Mit Peter Nelsen konnte Stephan ein Bockerter Original dafür gewinnen, uns das Drum und Dran von Hötte und Pötte zu erklären. Jedes Jahr, in diesem Jahr am Sonntag, dem 12. Juni, findet dort auch das Hötte-und-Pötte-Fest statt. Interessierte können sich ja gerne vorbilden und dabei mitfeiern.

Nachdem wir unsere Heimat hoffentlich wieder ein bisschen näher kennen gelernt haben, kehren wir anschließend im „Haus Michels“ ein. Hier können wir ausgiebig klönen. Wer Hunger verspürt, kann diesen als Selbstzahler mit internationalen Spezialitäten zu angemessenen Preisen bei gut sättigenden Portionsgrößen stillen.

Sollte es so wie in den letzten Tagen heftig regnen, treffen wir uns direkt im Haus Michels und gehen dann bei einer Regenpause zum Hötte- und Pötteplatz.

Ich freue mich auf ein gut besuchtes Wiedersehen und grüße Euch alle mit einem herzlichen

Kreuzschiff voraus!

Viersen, den 5. Juni 2016

Herbert

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (02162) 23063
Lothar Beeck E-Mail: RALBeeck@arcor.de Tel. (0 21 62) 1 52 40
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (02162) 20899

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Neues vom KKV-Stammtisch

Die Männer beim Oktober-Stammtisch waren deutlich in der Mehrzahl – keiner und auch keine Frau kannte die genaue Wirkungsweise der „Pille danach“. Einerseits beruhigend, andererseits erschreckend, denn die Frauen, die sich für diese seit April 2015 rezeptfreie nachträgliche Verhütung entscheiden, kennen in der Regel auch nicht deren Wirkungsweisen und Risiken. Da gibt es also keinen „Sieger“ nach Geschlecht. Nur: Die Frauen nehmen die Pille selbst ein und müssen deren Wirkungen auch ertragen. Da ist Gesundheit und Wohlbefinden nicht groß geschrieben, da bestimmt die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft das Handeln ohne wenn und aber. Da freuen sich Frauen, wenn es wegen der „Pille danach“ zu Schmerzen kommt, auch wenn diese nicht zwingend eintreten müssen, aber frau merkt, dass sich wohl was tut…

Claus Rycken holte bei seinem Vortrag in kurzer Zeit recht weit aus, und das war sehr gut so. Bald verstanden wirklich alle, dass die Pille danach in ihrer wissenschaftlich durchaus interessanten Wirkungsweise überhaupt nicht anders funktioniert als die „normale“ Anti-Baby-Pille. Soweit Herr Rycken es beobachten kann, ist der Altersdurchschnitt der Käuferinnen nicht auffällig, allerdings gehören sie überwiegend dem Bildungsbürgertum an. Sie setzen sich mit ihrer Sexualität bewusster auseinander, wissen aber trotzdem meistens nicht über die genauen biologischen Abläufe in ihrem Körper Bescheid. Da ist es gut, dass im geschlossenen Beratungszimmer der Apotheke gemeinsam mit dem/der Apotheker/-in etwa 15 Minuten lang ein Fragebogen ausgefüllt wird, der die Aufklärung anonym belegt. Die Frau erhält eine Kopie. Ob dieser Fragebogen Pflicht ist, ist noch nicht klar. Oft erscheint die Frau in der Apotheke mit männlicher Begleitung, doch beim Beratungsgespräch möchte sie den potentiellen Vater regelmäßig nicht dabei haben. Was die meisten nicht wissen: Für die „Pille danach“ zählt jede Stunde: Je länger sich die Einnahme verzögert umso größer ist das Risiko, dass sie nicht mehr wirken kann. Andererseits liegt die statistische Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach Verkehr ohne Verhütung „nur“ bei 5%.

Es gibt immer nur eine einzelne Pille, deren Abgabe an Männer ist verboten, ebenso wie eine bewusste Abgabe auf Vorrat. Die Freigabe hat dazu geführt, dass der Verkauf seit April um ca. 40 % bundesweit zugenommen hat, und dann kam bald nicht die Moral, sondern das wirtschaftliche Denken, welches hinter der Freigabe steckt, zu Tage. Dabei hätten wir uns fast verzettelt. Darum das Wesentliche in Kurzform: Mit der Freigabe wurde zum ersten Mal die bisher den Ärzten zugeordnete Beratungspflicht auf Apotheker übertragen - eine Sensation! Die Kosten tragen über 20-jährige Frauen nun komplett selbst, Kinder unter 18 Jahren zahlen nichts, 18 bis 20-Jährige zahlen nur 5,00 €. Werbung ist verboten, doch der Hersteller betreibt seit einiger Zeit in Fachzeitschriften massive Werbung für sein deutlich teureres Mittel. Die erste Pille danach – „Pidana“, damit den Ärzten früher die Verordnung leichter von der Hand ging - hat heute 3 Generika und ist damit für der Erfinder fast wertlos, also musste etwas Neues, vermeintlich Besseres her, und dafür wird getrommelt. Für den Apotheker ist die Freigabe kein wirtschaftlicher Gewinn, ist doch seine ausführliche Beratung oft besser als früher beim Arzt, für ihn aber nicht wirklich kostendeckend.

Es war ein sehr interessanter Abend, der von vielen Fragen geprägt war, die der Referent ausnahmslos sachlich und sehr verständlich beantwortete. Fazit: Die Apotheker dürfen mehr! Unter moralischen Gesichtspunkten ist die „Pille danach“ nichts Neues gegenüber der inzwischen herkömmlichen Pille. Deren Preise haben aber im letzten halben Jahr deutlich abgenommen – Pharmawirtschaft…

Kreuzschiff voraus!

Herbert

Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des U-60-Stammtisches!

Die Sommerferien sind jetzt schon seit einigen Wochen zu Ende, laue Sommernächte auf dem Balkon oder im Garten gibt es in diesem Jahr wohl kaum noch, und ein hoffentlich goldener Oktober steht vor der Tür. Da ist wieder Zeit, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen, statt z.B. vor dem Fernseher einzuschlafen.

Lust ohne Grenzen? – erste Erfahrungen mit der
rezeptfreien „Pille danach“


haben wir das Thema zu unseren nächsten KKV-Stammtisch genannt, zu dem wir uns

am Montag, dem 12. Oktober 2015, um 19:30 Uhr wieder
KKV-Stammtisch im Bitstübchen treffen.


Mit Claus Rycken konnten wir einen Apotheker als Gast gewinnen, der jetzt, ein halbes Jahr nach der Freigabe der „Pille danach“, von seinen ersten Praxiserfahrungen mit dem nun rezeptfrei erhältlichen Mittel zur nachträglichen Empfängnisverhütung berichten wird. Der 47-Jährige Leitende der Windmühlen Apotheke in Dülken wird uns die Wirkungsweise, Risiken und Folgen aus naturwissenschaftlicher und medizinischer Sicht erläutern. Ist die Pille generell gefragt? In welcher Altersgruppe wird sie tendenziell mehr genommen? In wie weit sind sich die Frauen der Folgen ihrer Anwendung bewusst? Werden die potentiellen Väter informiert? Das sind nur erste Fragen von vielen, deren Antworten Bausteine für eine individuelle moralische und ethische Wertung des chemisch basierten Fortschrittes (?) bilden können.

In unserem Land sind jährlich ca. 100.000 Abtreibungen seit längerem Realität. Wird die „Pille danach“ die Zahl der Abtreibungen spürbar mindern? Wäre das ein Fortschritt?

Wir freuen uns auf sachliche Informationen zum „Für und Wider“, die uns alle an ein neues wichtiges Thema heranführt, das aus dem Focus der Presse längst wieder verschwunden ist.

Wir freuen uns auf eine große Runde und wieder auf leckere Reibekuchen. Herzliche Einladung!

Herbert

Viersen, den 17.09.2015

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (0 21 62) 2 3063
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (0 21 62) 2 08 99



Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des U-60-Stammtisches!

Das 2. Halbjahr 2015 hat begonnen, die Sommerferien in NRW gehen nächste Woche zu Ende, ein gerader Monat hat wieder angefangen, und am 2. Montag eines solchen Monates trifft sich der KKV-Stammtisch in der Regel im Bitstübchen neben der St.-Remigius-Kirche.

Am kommenden Montag, dem 10. August ab 19:30 Uhr, ist es wieder soweit. Ich habe mich entschieden, für diesen Abend keinen Referenten/keine Referentin einzuladen. Vielleicht spielt ja das Wetter mit, das wir uns draußen vor dem Bitstübchen locker zusammen setzen. Sicher gibt es Schönes vom Urlaub zu berichten und wir könnten uns zu zukünftigen Themen des Stammtisches zwanglos ein paar Gedanken machen. Wie sieht es mit einem Ausflug des Stammtisches aus? Raimund Monschang hatte mir vor längerer Zeit einen, wie ich finde, recht interessanten Vorschlag gemacht, über den wir in offener Stammtischrunde einmal nachdenken könnten.

Und dann gibt es ja irgendwann auch wieder die leckeren Reibekuchen.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen genauso wie auf neugierige Gäste, die vielleicht an diesem Abend einfach einmal dazu stoßen möchten.

Bis Montag also mit einem herzlichen

Kreuzschiff voraus!

Herbert


KKV VIERSEN
U-60-Stammtisch-Info

Liebe KKV-Mitglieder, liebe Gäste des U-60-Stammtisches!

Die Karwoche hat begonnen, das Osterfest steht nun unmittelbar bevor und unser nächster KKV-Stammtisch findet dann direkt nach dem Weißen Sonntag (Erstkommunion)

am Montag, dem 13. April 2015, um 19:30 Uhr wieder im Bitstübchen statt.

Wo das Wissen endet, kann Glauben anfangen. Die Auferstehung Christi und die daraus für uns resultierenden Zusagen und Chancen sind die Frohe Botschaftunseres Glaubens. Damit ist das Osterfest noch mehr als das bei uns oft überfeierte Weihnachtsfest das Festaller Christen.

Was sich in diesem Zusammenhang vor knapp zweitausend Jahren im Heiligen Land ereignet hat, hat immer noch eine große Strahlkraft.

„Was kann Auferstehung heute für uns bedeuten?“

Zu diesem Thema konnten wir Pfarrer Roland Klugmann als Seelsorger und Referenten gewinnen. Er wird aus der Nachbarschaft zum Bitstübchen kommen und uns Zusagen und Chancen von Ostern in unserer Zeit erläutern. Und am Ende wird keine Frage offen bleiben.

Als er erfuhr, dass es in unserer Runde das gemeinsame Reibekuchenessen gibt, sah er sich beim besten Willen außerstande nein zu sagen!

Ich bin mir sicher, dass es wieder ein tiefgehender, aber auch vergnüglicher Abend werden wird, an den wir uns später gerne erinnern werden und von dem wir sicher auch etwas zur Kräftigung unseres Glaubens mitnehmen können.

Euch allen, Euren Angehörigen und Familien wünsche ich heute eine besinnliche Karwoche, ein frohes Osterfest und freue mich auf ein Wiedersehen beim nächsten Stammtisch.

Herbert

Viersen, den 30.03.2015

Gregor Hasenbrink E-Mail: gregor.hasenbrink@gmx.de Tel. (0 21 62) 2 3063
Herbert Mevissen E-Mail: herbertmevissen@t-online.de Tel. (0 21 62) 2 08 99



Neues vom KKV-Stammtisch

Er hatte nicht nur seine Türen hoch und seine Tore weit gemacht, nein, unser KKV-Mitglied Stephan Kitschen hatte auch einen vielseitigen Sektempfang und eine umfangreiche Bilderschau vorbereitet, um Gäste und KKV-Mitglieder herzlich zu begrüßen und ihnen seinen Alltag wie auch seine besonderen Werke zu erläutern.

Als gelernter Zimmerer mit Meisterbrief als Tischler zog Stephan 1984 mit seinem jungen Betrieb in die ehemaligen Schreinerei Stültjens auf der Hohlstraße ein, deren 125 m⊃2; große Werkstatt bis dahin von Willi Terporten als Schreinerei genutzt worden waren, bis dieser in seinen geräumigen Neubau in Dülken-Mackenstein wechselte. 10 Jahre später, der Tischlermeister Thomas Stappen hatte den väterlichen Betrieb auf der Hardter Straße Richtung Süchteln verlassen, wechselte Stephan an diesen jetzigen Standort seines Betriebs. Hier kann er zusammen mit einem Lehrling und je nach Auftragslage einem Schreinergesellen oder auch mehreren Meisterschülern auf 425m⊃2; seiner Kreativität und Schaffenskraft viel Raum geben. Unter gleicher Hausnummer „Hardter Straße 182 hat er Jahre zuvor (1974) nebenan bei Peter Smets, dem Schwager von Thomas Vater Peter, seine Ausbildung zum Zimmermann absolviert.

Stephan begann unsere Führung im Rohwarenlager, erläuterte die verschiedenen Schritte der Massivholzbearbeitung, erklärte uns wie die Verarbeitung von Plattenwerkstoffen erfolgt und zeigte uns dann seinen Spritzraum, wo – heute unabdingbar – der Schreiner zum Lackierer wird. Voll Stolz präsentierte er uns seine aktuellen Neuanschaffungen wie die moderne Absauganlage und eine modernisierte Rahmenpresse. Daran schloss sich eine interessante Bilderschau seiner vielseitigen Werke sowie der von Künstlern entworfenen Arbeiten an. Sein Schaffen ist seit vielen Jahren auch mit Arbeiten für die Kunstinsel Hombroich eng verbunden. Als Besucher konnten wir viele interessante Einblicke in die aktuelle Aufgabenstellungen eines handwerklichen Kleinbetriebes gewinnen, welche sehr hohe Anforderungen an die konstruktiven und handwerklichen Fähigkeiten der Handwerker stellen.

Stephans Ausführungen waren so interessant und vielseitig, dass die Runde sich danach gerne auf die wenigen Meter zu Fuß zum Italiener nebenan machte, wo noch ausreichend Zeit zum Austausch in gemütlicher Runde blieb.

Kreuzschiff voraus!

Herbert

Zum Eintragen in den neuen Terminkalender - Stammtischtermine für 2015:

13.04.15 -- 08.06.15 -- 11.08.15 -- 13.10.15 -- 07.12.15

jeweils um 19.30 Uhr am 2. Montag der geraden Monate
Hier können sie Einladungen und Berichte aus der Vergangenheit nachlesen.